Süß essen mit Köpfchen



 

Wie viel Zucker darf es sein?
Die Deutsche Gesellschaft für Diabetes empfiehlt Diabetikern, nicht mehr als zehn Prozent der Gesamtkalorien pro Tag als Zucker zu sich zu nehmen. Hiermit meinen sie allerdings „versteckten Zucker“, der als Zutat in Brot, Gebäck, Fertigspeisen oder Eis zu finden ist, und nicht den reinen Zucker als Zuckerpulver zum Süßen. Auf diesen sollte man ohnehin verzichten. Es lohnt sich daher, immer genau auf die Zutatenliste der Lebensmittel im Supermarkt zu sehen. Je weiter vorne der Zucker auf der Liste steht, umso höher ist der Gehalt an Zucker.

Nährwerttabelle auf Zucker prüfen
Genauere Informationen bekommt man, wenn man die sogenannte Nährwerttabelle liest. Hier stehen die Angaben beispielsweise pro 100 g dieses Lebensmittels. Auch der Zucker ist aufgelistet. Wenn man die Portion, die man essen möchte, jeweils vor dem Verzehr abwiegt, kann man sich den tatsächlichen Zuckergehalt, der hierin enthalten ist, leicht ausrechnen.

Rosinen enthalten auch Zucker
Manchmal ist ein Produkt wie Müsli tatsächlich ohne Zuckerzusatz zu kaufen, aber der süße Geschmack wird dann oft durch Rosinen oder getrocknete Bananenscheiben erreicht. Auch diese enthalten Zucker! Getränkepulver für Instant-Kaffee- oder Kakaogetränke haben oft Süßmolkepulver oder auch Maltodextrin als Süßungsmittel. Ersteres enthält Zucker, letzteres erhöht den Blutzucker.

Zuckerreduziert ist zu viel Zucker
Neuerdings werben die Hersteller vermehrt auch mit dem Aufdruck „zuckerreduziert“, z. B. bei Keksen oder Ketchup. Auch hier sollte man die Nährstoffangaben genau lesen. Denn meist ist immer noch eine erhebliche Menge Zucker zugesetzt. Achtung: Auch scheinbar gesunde „Fertigsalate“ aus dem Glas oder Kühlregal enthalten in der Regel Zucker. Ab 2018 ist in der EU als neues Süßungsmittel in Lebensmitteln auch Isoglukose erlaubt. Dies ist ein Glukosesirup, der aus Mais gewonnen wird.

Das Bedürfnis nach Süßem kann man abtrainieren
Die gute Nachricht ist, dass man sich das Bedürfnis nach Süßem abtrainieren oder es zumindest deutlich abschwächen kann. Wenn man einige Wochen auf zuckerhaltige Lebensmittel verzichtet hat, hat man sich daran gewöhnt. Insgesamt ist es empfehlenswert, möglichst viele Speisen selbst zuzubereiten. So kann man den Gehalt an Zucker selbst bestimmen und gut kontrollieren.

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